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Segeltörns ohne Bordkasse

Wissen, woran man ist

 

Segeltörns all inclusive

Bei unseren Segeltörns gibt es keine Bordkasse. Warum das so ist (und ob wir das Rad neu erfunden haben), lesen Sie hier.


Sinn der Bordkasse bei privaten Segeltörns

Das Führen einer Bordkasse ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil von Segeltörns. Die Bordkasse wird bei Beginn einer Segelreise von den Mitseglerinnen und Mitseglern eingerichtet und dient dazu, laufende Kosten während des Segeltörns abzudecken.  Üblicherweise zahlt der Skipper nicht in diese Bordkasse ein.

Zu den Ausgaben, die die Bordkasse abdeckt, zählen: Lebensmitteleinkauf, Dieselverbrauch, Hafengebühren unterwegs. Dazu kommen üblicherweise noch Ausgaben für Stützpunktkosten (Kochgas, Revierbewilligungen – auch bekannt als Transitlog), die Kosten für Bettwäsche und die Endreinigung, Kosten für Benzin des Außenborders, für die Verpflegung des Skippers an Land, für eventuell während des Törns kaputt gegangene oder verschwundene Ausrüstungsgegenstände und je nach Törn-Organisation auch weitere Kosten.

Eine Bordkasse ist eine sinnvolle und faire Einrichtung, die die Finanzierung der Nebenkosten eines Segeltörns unter Freunden deutlich erleichtert. Allerdings gilt dies nur für den privaten Törn. Beim professionellen Segeltörn wird die Wirksamkeit der Bordkasse  eingeschränkt und führt sehr schnell zu Unstimmigkeiten.


Unsinn der Bordkasse bei professionellen Mitsegel-Törns

Bei professionellen Segeltörns kennen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Törnbeginn normalerweise nicht. Man muss sich also drauf einigen, was eingekauft wird, wo eingekauft wird, wer einkaufen geht, wie die Einkäufe aufs Schiff gebracht werden.  Unstimmigkeiten sind vorprogrammiert: mehr Fleisch oder mehr Gemüse? Schokolade und Cola, oder doch mehr Fruchtsäfte und Bio-Cracker ohne Zucker? Steht Wein auf der Einkaufliste und wenn ja – was darf der kosten?

Mitseglerinnen und Mitsegler bringen in diesen Dingen mit Recht wenig Proviantierungs-Erfahrung für einwöchige Segelreisen von acht oder zehn Personen mit.  Dementsprechend unbefriedigend ist das Shopping-Ergebnis. Viele Produkte gehen nach zwei Tagen aus, mit der Menge anderer Produkte könnte man ein Monat segeln und die Crew wirft bei Törnende Nahrung im Wert von oft 200 Euro in die Mülltonne – ökonomisch und ökologisch eine Katastrophe.


Curryhuhn ohne Curry

Es fällt Proviantierungs-Neulingen schwer, die richtige Balance aus deftiger und gesunder  Kost zu finden. Üblicherweise neigt sich die Waage deutlich auf eine Seite, womit sich ein Teil der Crew übergangen fühlt, aber mitzahlen muss.

Unterm Strich betrachtet, wird immer zu teuer eingekauft und es gibt wenig Harmonie unter den gewählten Produkten. Wer mag schon am zweiten Segeltag Spaghetti mit Schweinefleisch und Dosentomaten essen, während es für die guten Avocados keinen Knoblauch gibt und für das Hühnerfleisch keinen Curry. Außerdem wurden die sechs Flaschen  des 15-Euro Rotweins irrtümlich semisecco eingekauft, aber zum bleichen Curryhuhn gibt es leider keinen Weißwein. Bier ist zwar in Massen vorhanden, wird aber nur von zwei Mitseglern getrunken.

Unschöne Überraschungen beim Segeltörn

Weitere Nebenkosten führen zu weiteren Irritationen. Stützpunkkosten betragen meist zwischen 150 und 300 Euro. Die Kosten für Hafengebühren während des Törns können in den Sommermonaten ohne weiteres EUR 200 pro Nacht erreichen, manchmal mehr. Eine Segelyacht schluckt gerade in den windarmen Sommern gewaltige Mengen an Diesel und bei Törnende tankt man um EUR 250. Der Skipper nützt es zwar nicht schamlos aus, dass er gratis mitverpflegt wird, aber auch ein billiger Fisch mit etwas Wein und Nachtisch schlägt gleich mit EUR 50 in die Bordkasse. Bei vielen professionellen Segeltörns wird auch die Kautionsversicherung  der Yacht als Nebenkosten in die Bordkasse genommen, auch ist es - leider - teilweise üblich, dem Skipper einen Teil seines Honorars aus der Bordkasse zu zahlen.

Bei Törnende ist man erstaunt, dass man zusätzlich zu den Mitsegel-Törnkosten noch 200 oder 300 Euro sozusagen en passant ausgegeben hat – pro Person, wohlgemerkt.  Es bleibt ein unschöner Beigeschmack.


Segeln ohne Bordkasse - haben wir das Rad erfunden?

Nein. Das Gelingen eines Segeltörns ist von vielen Faktoren abhängig, und unerwartete Nebenausgaben sind nur ein Teil davon. Bezüglich der Bordkasse vertreten wir allerdings klare Standpunkte:

Wir möchten unseren Gästen das Getue mit Abrechnungen innerhalb der Crew, mit Chaos beim Einkaufen ersparen.
Wir möchten nicht, dass es zu irritierenden finanziellen Überraschungen kommt.
Wir möchten unsere Segelreisen ab Törnbeginn absolut freihalten vom Thema Geld.
Wir möchten nicht, dass unsere Gäste (eventuell sogar Familien mit Kindern) noch am Tag ihrer Ankunft zum Supermarkt fahren müssen und ratlos vor den Regalen stehen, dann mit dem Taxi zurück zum Schiff müssen und beim Bunkern in der Hitze braten.
Und wir möchten nicht, dass sich unsere Gäste übervorteilt, ausgenützt, schlecht beraten fühlen.
Wir möchten 100%ige Kostenkontrolle 

Als Mitseglerin und Mitsegler kann und muss man nicht wissen, wie hoch die Liegegebühren in den Häfen sind, und man muss nicht wissen, wie viel Sprit ein Segelboot verbraucht.  Auch finden wir, dass die Skipper-Verpflegung an Land Veranstaltersache ist, denn woher weiß man vorher, ob der Skipper lieber Spaghetti isst oder eher Drachenkopffisch bevorzugt? Warum muss sich ein Gast damit  beschäftigen, ob eine Kautionsversicherung besteht oder nicht?


Individual-Segeln: Abenteuer Kostenchaos?

Individuell zu reisen bedeutet, mutig zu sein.  Es bedeutet, nicht auf ausgetretenen Pfaden gehen zu wollen, sich auf Neues einzulassen. Individualreisen können auch prickelnden Nervenkitzel verursachen, denn der erste Segeltörn ist natürlich immer ein Sprung ins kalte Wasser.

Aber individuell segeln zu gehen bedeutet nicht, dass das Segelabenteuer auch ein finanzielles ist. Der Gesamtpreis sollte bei Reisebuchung klar definiert sein. Dies gilt für Alleinreisende und  natürlich noch viel mehr für Paare und Familien.


Wir bleiben dabei.

Zugegeben: es muss nicht unbedingt so sein, wie wir uns das vorstellen. Aber wir sind uns sicher, dass ein Segeltörn ohne Bordkasse einen nicht unerheblichen Mehrwert für unsere Gäste darstellt, und wir sind überzeugt: Eine Woche ohne Diskussionen über Geld ist eine sehr gute Woche.



Möchten Sie mehr erfahren? Hier kommen sie zur Seite Wichtig zu wissen.

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